Die Ostküste Australiens – 9 Highlights & Geheimtipps

Australien hat in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz, daher freue ich mich, wenn ich euch mit diesem Artikel Lust auf eine Reise in dieses wunderbare Land mache! Kommt mit mir auf einen Roadtrip entlang der Ostküste Australiens und entdeckt die schönsten Ecken und die besten Geheimtipps. Wir starten südlich von Sydney in Jervis Bay und enden nördlich von Cairns am Cape Tribulation.

Bereits zwei mal ging es für mich schon nach Down Under. Beim ersten Mal war ich gerade mit dem Abi fertig und der Rucksack war gepackt für einen Work and Travel Aufenthalt in Australien. Eine unfassbar tolle Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte. Kreuz und quer habe ich den roten Kontinent bereist und kannte ihn am Ende besser, als mein Heimatland Deutschland. Der Abschied fiel mir damals – nach fast einem Jahr Reisen – unfassbar schwer! Auch wenn ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Familie und Freunden freute, hatte ich doch einen Teil meines Herzens dort gelassen. Aber jeder schwere Abschied ist doch auch immer mit dem Versprechen für ein Wiedersehen verbunden. Und so ging es ein paar Jahre später wieder zurück! Ein dreiwöchiger Roadtrip entlang der Ostküste Australiens war geplant, auf dem ich sowohl neue als auch altbekannte Ecken und Sehenswürdigkeiten bereist habe.

Dieser Erfahrungsbericht richtet sich an alle die Lust haben, Australien zu bereisen – ob nun zum ersten oder zum wiederholten Male! 🙂

Enstpannen in der Jervis Bay

Etwa 200 km südlich von Sydney befindet sich die malerische Bucht Jervis Bay. Hier findet man endlos lange weiße Sandstrände, sich im türkisfarbenen Wasser tummelnde Delfine, wilde Wallabies, eine unberührte Natur im Nationalpark von Jervis Bay sowie verträumte Badeorte, wie Huskisson. Wenn man seine Reise entlang der Ostküste also mit einer gehörigen Portion Entspannung beginnen möchte, der ist hier genau richtig!

Diese Farben! Die langen Sandstrände der Jervis Bay laden zum baden und entspannen ein

Früh aufstehen lohnt sich, denn man wird mit wunderschönen Sonnenaufgängen belohnt!

Auch Wassersport ist hier sehr beliebt – man kann die Bucht vom Boot oder dem Kanu aus erkunden oder man bucht einen Tauchtrip!

Surfen in Byron Bay

Surfen ist in Australien natürlich Volkssport Nummer eins und macht hier vor keinem Alter halt! Dementsprechend viele Surfspots findet man entlang der Ostküste Australiens. Und doch gibt es einfach bestimmte Orte, die für ihre Surfer berühmt sind. Genau zu diesen Orten gehört auch Byron Bay. Einer der großen Surf-Hotspots Australiens!

Wer in Australien surfen lernen möchte, ist in Byron Bay bestens aufgehoben.

In diesem eher alternativen Örtchen tummelt sich ein bunte Mischung aus alteingesessenen Australiern, Backpackern und Künstlern und überhaupt ist das Tempo hier ein paar km/h langsamer als anderorts. Genau richtig zum abschalten und entschleunigen! Wer genug vom surfen (oder Surfer beobachten) hat, entspannt in einem Café und lauscht einem der vielen Straßenmusiker Byron Bays. Wem das zu langweilig ist, kann in der Bucht wunderbar Wale und Delfine beobachten, Kajak fahren, Stand Up Paddling oder einen Spaziergang zum Cape Byron und seinem Leuchtturm machen. Dies ist der östlichste Punkt des australischen Festlands und bietet einen fantastischen Blick! Der Walk hinauf ist etwas anstrengend – aber es lohnt sich!

Der östlichste Punkt Australiens in Byron Bay könnte nicht schöner sein

Wandern im Noosa National Park an der Ostküste Australiens

Noosa befindet sich etwa 150 km nördlich von Brisbane an der Sunshine Coast in Queensland und ist ein kleiner Geheimtipp an der Ostküste Australiens. Viele Urlauber besuchen eher die Hotspots und lassen dieses kleine Küstenstädtchen links liegen. Ein großer Fehler, denn hier gibt es nicht nur wunderschöne Strände, auch das Städtchen selbst ist ein echter Hingucker und wird nicht umsonst als das Saint Tropez Australiens bezeichnet. Besonders empfehlen kann ich auch den Noosa National Park, der von verschiedenen Wanderwegen durchzogen ist. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar Koalas und Kängurus in freier Wildbahn beobachten. Auch wenn ich bei meiner Wanderung keines der beiden zu sehen bekam, konnte ich bei dieser wunderschönen Landschaft gar nicht traurig sein 😉

Wunderschöne Aussichten auf die Alexandria Bay im Noosa Nationalpark

Sand zwischen den Zehen in Rainbow Beach & auf Fraser Island

Ganz viel Sand erwartet euch in Rainbow Beach und Hervey Bay. Viele Reisende nehmen die beiden Orte als Ausgangspunkt für eine Überfahrt nach Fraser Island, was auch ich uneingeschränkt empfehlen kann!

Fraser Island ist mit einer Gesamtlänge von über 120 km die größte Sandinsel der Erde und ein Aufenthalt dort ist meist mit einem kleinen Abenteuer verbunden. Es gibt einige Reiseveranstalter und Backpacker Hostels in Hervey Bay und Rainbow Beach, die mehrtägige Campingtouren auf die Insel organisieren. Die Gruppen (je etwa 6-8 Teilnehmer) bekommen einen Geländewagen und verbringen 2-3 Tage auf der Insel. Verpflegung (man muss selbst kochen) und Camping-Ausrüstung (übernachtet wird im Freien) sind inbegriffen. Vor einigen Jahren konnte man noch selber fahren (die Teilnehmer der Gruppe wechselten sich ab) – so war es auch bei meiner Tour nach Fraser Island – da es in den vergangenen Jahren jedoch einige Unfälle mit Self-Drive-Touren gegeben hat, geht dies nun leider nicht mehr. Die Gruppe kann aber immernoch selbst über den Verlauf und die Route des Trips entscheiden, so ist es immer noch ein Abenteuer. Eine 3-Tage Tour kostet um die 500 AUD (Stand: April 2018), was natürlich je nach Tourveranstalter variieren kann.

Wer nicht so viel Zeit im Gepäck hat, kann sich natürlich auch nach Tagestouren umschauen, die von einem Guide geleitet werden und euch zu den Hotspots der Insel bringen, wie Lake McKenzie, Lake Wabbie und zum Wrack SS Maheno. Für eine Tagestour müsst ihr ca. 200 AUD einplanen (Stand: April 2018).

Wer auf Fraser Island noch nicht genug Sand zwischen den Zehen hatte, findet auch an der Küste zwischen Rainbow Beach und Noosa Heads riesige Sanddünen. Die sogenannte Cooloola Section zählt zusammen mit Fraser Island zum Great Sandy National Park.

Sand soweit das Auge reicht in Rainbow Beach

Die Seele baumeln lassen auf den Whitsunday Islands

Ich war bereits an vielen Stränden in Australien, aber nur wenige waren annähernd so schön, wie der berühmte Whitehaven Beach auf den Whitsunday Islands! Ein absoluter Traumstrand! Weißer Sand, türkis-blaues Meer und Rochen, die sich im Wasser tummeln. Hier ist es einfach paradiesisch! Da der Whitehaven Beach so weitläufig ist, nimmt man andere Urlauber kaum wahr und schnell fühlt man sich wie Robinson Crusoe. Allein an einem Traum von einem Strand!

Kann mich mal bitte jemand kneifen? Danke.

Blick auf den Whitehaven Beach – der Traumstrand an der Ostküste Australiens

Um zu den Whitsundays zu gelangen, bucht man am besten eine Tour. Das geht zum Beispiel von Airlie Beach aus, einem kleinen Ort, der ebenfalls einen Besuch wert ist! Hier findet man verschiedene Touranbieter, die Ausflüge zum Whitehaven Beach und den Whitsunday Islands organisieren sowie Tauchtouren und Rundflüge über die Inseln und das Great Barrier Reef. So sieht der Whitehaven Beach übrigens  aus der Luft aus – ein Traum!

Wenn ihr diesen tollen Strand ebenfalls von weiter oben bewundern wollt, dann empfehle ich euch GSL Aviation (*keine bezahlte Werbung). Ein Rundflug über die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef dauert etwa eine Stunde und kostet 229 AUD (Stand: April 2018).

Mit Wallabies kuscheln im Granite Gorge National Park

Neben einer unglaublich schönen Landschaft mit Traumstränden und beeindruckenden Küstenstreifen, hat Australien natürlich auch eine einzigartige Tierwelt zu bieten. Wer ein wenig Glück hat kann Kängurus, Koalas und Wallabies während eines Aufenthaltes in Australien in freier Wildbahn beobachten. Wer sich nicht auf sein Glück verlassen möchte, aber auch keinen Zoo besuchen will, für den habe ich diesen Geheimtipp an der Ostküste Australiens: den Granite Gorge Nature Park bei Mareeba, etwa 70 km landeinwärts von Cairns entfernt. Hier leben wilde Wallabies, die einem aber buchstäblich aus der Hand fressen. Ich plane hierzu noch einen eigenen Blogpost, da ich einfach so viele Fotos und Videoaufnahmen von diesem Ort habe. Abgesehen von Wallabies gibt es hier übrigens einen wunderschönen Wanderweg!

Suchbild: Findet die Wallabies zwischen den Felsen! 😉 Es handelt sich um Rock-Wallabies, bestens angepasst an ihre Umgebung

Keine Scheu – Frau Wallaby und ihr Kleines fressen mir aus der Hand 🙂

Wasserfälle und Schnabeltiere – die Atherton Tablelands

Mareeba und der Granite Gorge National Park gehören zu einer Region namens Atherton Tablelands, ein Hochland südwestlich von Cairns. Wer schon immer mal ein Schnabeltier in freier Wildbahn sehen wollte, hat hier gute Chancen! Tatsächlich ist es normalerweise sehr schwer, die flinken und scheuen Gesellen in Gewässern zu sehen. Nicht zuletzt, da sie leider vom Aussterben bedroht sind und daher immer seltener anzutreffen sind. In Yungaburra gibt es jedoch am Peterson Creek eine Plattform, von der aus man gute Chancen hat ein Schnabeltier zu beobachten. Diese Plattform ist so gestaltet, dass es nur kleine Fenster gibt, durch die man auf den Creek schauen kann, um die Tiere nicht zu stören und schon gar nicht zu erschrecken. Eintritt muss man hier nicht bezahlen, da es sich nicht um einen Zoo oder Wildpark handelt. Die besten Tageszeiten sind morgens und abends, da Schnabeltiere dann am aktivsten sind. Und auch ich hatte Glück und durfte dieses außergewöhnliche Tier beobachten – es ist sehr lange immer wieder auf- und abgetaucht 🙂

Abgesehen von Schnabeltieren findet man hier auch eine Vielzahl an wunderschönen Wasserfällen, wie die Millaa Millaa Falls:

Die Millaa Millaa Falls in den Atherton Tablelands sind nur einer von vielen wunderschönen Wasserfällen in der Gegend

Wasserfall ohne Namen – in den Atherton Tablelands gibt es einfach so viele Wasserfälle, dass man leicht den Überblick verlieren kann 😉

Tauchen und Schnorcheln am Great Barrier Reef

Auf einer Reise entlang der Ostküste Australiens sollte ein Highlight auf keinen Fall fehlen: Tauchen oder Schnorcheln am Great Barrier Reef. Es ist das berühmteste und größte Korallenriff auf unserer Erde und einmal hier gewesen zu sein und sich die Unterwasserwelt angesehen zu haben, ist ein unvergessliches Erlebnis. Es gibt diverse Touranbieter entlang der australischen Ostküste, z.B. in Airlie Beach oder Cairns, die sowohl Tagestouren anbieten als auch mehrtägige Tauchtrips. (Bitte achtet auf das Riff und berührt keine Tiere und Korallen!)

Ein zutraulicher Lippfisch, der wohl immer da ist und die Taucher begutachtet, habe ich mir sagen lassen

Farbenfrohe Riffe erwarten euch am Great Barrier Reef in Australien

Regenwald meets Strand & Meer – Cape Tribulation & Daintree National Park

Zwar habe ich bei meiner Aufzählung an Highlights eigentlich keine Favoriten, allein schon, weil ja alle Orte einfach sehr unterschiedlich sind, aber Cape Tribulation und der Daintree National Park haben es mir irgendwie angetan. Hier treffen Regenwald und Great Barrier Reef unmittelbar aufeinander! Es ist einfach ein ganz besonderer Ort. Zudem lässt man die größten Touri-Ströme hinter sich, denn für die meisten endet die Reise in Cairns. So findet man hier einsame Strände und spannende Walks durch den Dschungel. Nachts ist der Sternenhimmel einfach unglaublich schön und ich verbinde mit diesem Ort auch eine Nacht, in der ich so viele Sternschnuppen gesehen habe, dass ich mit dem zählen und schon gar nicht mit dem Wünschen hinterher kam 😉

Cape Tribulation liegt noch einmal etwa 150 km nördlich von Cairns und ist gut mit dem Auto erreichbar. Wer allerdings noch weiter in den Norden möchte, benötigt unbedingt einen Allradantrieb (Four-Wheel Drive).

Hier trifft der Regenwald auf das Great Barrier Reef – Cape Tribulation ist ein besonderer Ort an der Ostküste Australiens

Auf diesen Schildern wird zum einen vor den großen und hier heimischen (aber eher seltenen) Kasuaren gewarnt, die ab und zu auf die Straße laufen, und zum anderen vor Bodenwellen (sogenannte “Bumps”), die typisch für Australiens Straßen sind. Herausgekommen ist das 😀 (Hach, der australische Humor…)

Nicht so schnell fahren, sonst…

Im Daintree National Park gibt es einfach so viel zu entdecken!

Ich hoffe, dieser Artikel war hilfreich und hat euch die ein oder andere Inspiration mitgegeben. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Planung eurer Reise in dieses aufregende Land!

Wart ihr schon mal an der Ostküste Australiens? Was muss man eurer Meinung nach unbedingt gesehen haben? Welche Sehenswürdigkeiten darf man nicht verpassen? Ich freue mich auf euer Feedback in den Kommentaren oder als Nachricht! 🙂

11 Comments

  1. Antworten

    Angela

    10. April 2018

    Liebe Jessica,
    danke für diese tollen Tipps! Die wunderschönen Bilder haben meine Reiselust auf Australien noch mehr geweckt. Ob es da wohl im dortigen Winter auch so schön ist?!?
    Liebe Grüße
    Angela

    • Antworten

      Jessica

      10. April 2018

      Hallo Angela 🙂

      sehr gerne! Ich freue mich immer, wenn ich jemanden für Australien begeistern kann. Es ist einfach wunderschön dort! Auch im Winter 😉 Dadurch, dass es in Australien mehrere verschiedene Klimazonen gibt, findet man immer eine warme Ecke. An der Ostküste Australiens ist es z. B. selbst im Winter noch vergleichsweise warm und die Temperaturen fallen selten unter 10°. Allerdings muss man mit mehr Regen rechnen.

      Liebe Grüße,
      Jessica

  2. Antworten

    Josefine

    19. Juni 2018

    Was für atemberaubende Bilder! Dein Artikel macht so viel Lust auf dieses tollle Land. Irgendwann werden wir dort auch einmal hinreisen☺️

    • Antworten

      Jessica

      19. Juni 2018

      Liebe Josefine, hab vielen Dank! 🙂

  3. Antworten

    Franka

    21. August 2018

    Was für wahnsinnig schöne Bilder! Hast du die ganze Strecke von Sydney bis nach Cairns mit dem Auto gemacht oder hattest du auch Inlandsflüge? Und wie lange warst du insgesamt unterwegs? <3
    Liebe Grüße, Franka

    • Antworten

      Jessica

      28. August 2018

      Hallo Franka! Vielen Dank für die lieben Worte 🙂 Ich bin die Strecke schon zwei mal gefahren, jeweils mit einem Campervan und beide Male hatte ich drei Wochen Zeit. Geflogen bin ich dann nur zurück nach Sydney. Ich würde jedem raten, sich mindestens drei Wochen Zeit zu nehmen, aber je mehr desto besser. Man darf die Entfernung nicht unterschätzen und es gibt einfach sooo viel zu sehen! 😉
      Liebe Grüße, Jessica

  4. Antworten

    Julia

    23. August 2018

    Tolle Bilder und Tips!! Darf ich fragen, mit welchem Setup du dort fotografiert hast? 🙂

    • Antworten

      Jessica

      28. August 2018

      Hallo Julia, na klar darfst du das 🙂 Die Bilder (auch die Unterwasserfotos) sind mit einer Canon 5D Mark III entstanden.
      Liebe Grüße, Jessica

  5. Antworten

    Sara

    15. Oktober 2018

    Hallo Jessica,

    wunderschöne Tipps und Bilder! 😉 Wir fliegen im November nach Australien und freuen uns schon riesig. Eine Frage: Ist der Beitrag über den Granite Gorge National Park schon fertig geschrieben oder in Planung? 🙂

    Liebe Grüße,
    Sara

    • Antworten

      Jessica

      15. Oktober 2018

      Liebe Sara, vielen Dank!
      Da bin ich ja ein bisschen neidisch 😉 Wie lange bleibt ihr denn?
      Ja, der Beitrag ist in Arbeit und wird in etwa einer Woche erscheinen. Ich gebe bei Facebook bekannt, wenn er online ist! 🙂
      Liebe Grüße, Jessica

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