Teneriffa – 5 Highlights & Reisetipps

Teneriffa – die größte der kanarischen Inseln – verwöhnt seine Besucher mit ganzjährig milden Temperaturen, langen Stränden, einer vielfältigen Vegetation, tollen Wanderwegen und einer spannenden Unterwasserwelt. Nicht umsonst ist die Insel im Atlantik so beliebt und lockt jährliche eine Vielzahl an Urlaubern an.

Es ist Vielfältigkeit, die Teneriffa so einzigartig macht und für wirklich Jeden etwas bereit hält: Der Süden lockt mit viel Sonne und wunderschönen Stränden, der Nordwesten Teneriffas wird vom einzigartigen Teno-Gebirge bestimmt, im grünen Norden findet man traumhafte Wanderwege, eine üppige Natur und ursprüngliche Dörfer und im Nordosten hält das märchenhafte Anaga-Gebirge spektakuläre Aussichten bereit. Und über allem trohnt der mächtige El Teide – der höchste Berg Spaniens. Ich bin fasziniert von dieser Insel, denn es gibt so viel Sehenswertes!

In diesem Beitrag habe ich euch meine fünf Highlights auf Teneriffa zusammengefasst. Natürlich gibt es noch mehr Sehenswürdigkeiten, dazu in einem anderen Artikel mehr! Aber zuvor habe ich noch fünf Tipps für euch, damit einem perfekten Urlaub auf Teneriffa nichts im Weg steht:

5 Tipps für einen perfekten Urlaub auf Teneriffa

  1. Bucht einen Mietwagen, um die Insel zu erkunden. Benzin ist wirklich günstig und ein eigenes Auto ist einfach die beste Methode, sich auf der Insel fortzubewegen.
  2. Besucht eine Guachinche! Diese typisch kanarischen Restaurants gibt es auf der ganzen Insel und sind meist familienbetrieben. Hier werden authentische kanarische Speisen zu sehr fairen Preisen in großen Portionen serviert.
  3. Reist in der Nebensaison. Teneriffa ist die Insel des ewigen Frühlings! Da das Klima ganzjährig gleichbleibend mild ist, bieten sich Reisen auf die kanarische Insel auch außerhalb der Sommermonate an. Hauptferienzeiten kann und sollte man getrost meiden, dann sind die Preise auch etwas günstiger und Strände und Naturpools weniger überfüllt.
  4. Mietet euch eine Ferienwohnung. Viele Hotels, vor allem an der Costa Adeje, haben sich auf Pauschalurlauber und All Inclusive Tourismus eingerichtet. Wer die Insel aber wirklich kennen lernen möchte, dem empfehle ich sich eine nette Ferienwohnung zu suchen. Die gibt es auf Teneriffa zu Hauf, sind meist auch nicht teurer als ein Hotelzimmer und oft ist sogar ein Pool vorhanden.
  5. Esst und trinkt lokale Spezialitäten. Kulinarisch haben die Kanaren wirklich etwas zu bieten. Man kann hier sehr gut schlemmen! Vor allem Fisch kann man auf Teneriffa natürlich wunderbar genießen – frisch aus dem Meer, besser geht es nicht! Zu Gerichten wird meist Mojo gereicht, ein (roter oder grüner) würziger Dip. Kaffeetrinker sollten auf Teneriffa nach einem Cortado Natural fragen. Das spanische Kaffeegetränk ist je nach Lokalität schon ab etwa 0,80 € zu haben und schmeckt einfach sehr gut. “Eingeführte” Kaffeespezialitäten, wie Cappuccino oder Latte Macchiato, sollte man hingegen meiden. Die sind meist viel teurer und oft einfach nicht gut gemacht. Auch Naschkatzen kommen auf Teneriffa voll auf ihre Kosten, denn die Desserts sind einfach himmlisch. Probiert unbedingt mal Tres Chocolates!

5 Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa

Das Teno Gebirge und die Masca Schlucht

Das Teno Gebirge befindet sich im Nordwesten Teneriffas und bietet wunderschöne Ausblicke auf die Umgebung und ist für Wanderer ein wahres Paradies. Vor allem ist das Teno Gebirge für das kleine beschauliche Bergdörfchen Masca bekannt, das vor allem in der Hauptsaison zahlreiche Besucher anzieht. Masca besteht aus ca. 80 Häusern, liegt auf einer Höhe von ca. 650 – 800 m und hat nur ca. 100 ständige Einwohner. Schon die Anfahrt gestaltet sich als tolles Abenteuer. Eine enge aber wunderschöne Serpentinenstraße schlängelt sich von Santiago del Teide kommend den Berg hinauf. Dann geht es über einen Kamm, von dem man einen traumhaften Blick auf die Masca Schlucht und den Pico del Teide hat, hinab nach Masca.

Auch Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, denn von Masca aus führt ein Wanderweg durch die Masca Schlucht hinunter zum Meer zu den Klippen von Los Gigantos. Ich bin den Weg nicht selbst hinunter gewandert, habe aber nur Gutes darüber gehört. Die Wanderung soll wirklich schön und lohnenswert sein! Man sollte den Weg durch die Schlucht aber auch nicht unterschätzen, denn schon öfter kam es zu Unfällen in der Masca Schlucht. Gutes Schuhwerk, Verpflegung und eine gewisse Erfahrung im Wandern solltet ihr auf jeden Fall mitbringen!

TIPP: Ich würde unbedingt empfehlen Masca erst gegen Abend zu besuchen. Wenn die Sonne schon langsam hinter den Bergen verschwindet und das Dörfchen in einem warmen Licht erstrahlt, sind die meisten Urlauber schon längst wieder weg.

Das kleine Bergdorf Masca liegt mitten in der Masca Schlucht im Teno Gebirge auf Teneriffa

Anaga Gebirge – spektakuläre Aussichten und Wolkenwasserfälle

Im Norden der Insel befindet sich das wunderschöne und wilde Anaga Gebirge, das es nicht umsonst in meine Liste der absoluten Highlights Teneriffas geschafft hat. Serpentinen winden sich durch grüne Lorbeerwälder, klettern hinauf auf die Bergkämme und präsentieren spektakuläre Ausblicke auf das Gebirge. Weiter geht es, immer auf dem Kamm entlang. Rechts und links in der Ferne erkennt man das Meer. Dazwischen sieht man nur Wälder, Berggipfel und ab und zu verstreut ein Haus oder eine kleine Siedlung. Über die Berge drücken sich die Wolken und fallen wie Wasserfälle den Hang hinunter. An der Küste findet man raue, naturbelassene Strände, wie Playa de Benijo.

TIPP: Wer das Anaga Gebirge besuchen möchte, sollte Zeit einplanen! Man kommt nur langsam vorwärts, aber genau das belohnt mit traumhaften Aussichten auf die Umgebung. Am besten man startet sehr früh von La Laguna aus – die Stadt ist übrigens auch empfehlenswert – und fährt gemütlich über Las Mercedes ins Gebirge hinauf. Unterwegs findet man immer wieder Aussichtspunkte, an denen es sich lohnt zu halten, z.B. Mirador de Jardina. Ein weiterer Haltepunkt ist Mirador Cruz del Carmen. Hier befindet sich auch das Besucherzentrum, in dem man Informationen und Kartenmaterial zu möglichen Wanderrouten erhalten kann. Die Route TF-12 führt euch immer weiter die Serpentinen durchs Gebirge entlang, bis ihr irgendwann im Hafenstädtchen San Andrés landet. Hier erwartet euch eine wunderschöne Altstadt und einer der berühmtesten Strände Teneriffas, der Playa de las Teresitas. Der etwa 2 km lange Sandstrand wurde in den 70ern mit hellem Sahara-Sand künstlich angelegt. Palmen dienen als Schattenspender und ein vorgelagerter Wellenbrecher sorgt dafür, dass man wunderbar Schwimmen kann.

Spektakuläre Aussichten im Anaga Gebirge auf Teneriffa

El Teide & Teide Nationalpark – wie auf einem anderen Planeten

El Teide ist mit seinen 3.718m Höhe der höchste Gipfel Spaniens und der dritthöchste Vulkan der Erde. Er befindet sich im Zentrum Teneriffas und daher ist es möglich den Vulkankegel von fast allen Seiten der Insel zu sehen. Aufgrund der vielfältigen Flora und Fauna wurde die Region um den Pico del Teide zum Nationalpark erklärt und gehört seit 2007 zum UNESCO Weltnaturerbe.

Es gibt mehr als eine Möglichkeit den Teide mit dem Auto oder dem Bus zu erreichen, denn von allen Seiten der Insel aus führen Straßen hinauf in den Nationalpark. Empfehlen kann ich folgende Route, die ich auch selbst gefahren bin:

Wir sind im Süden in Candelaria gestartet und haben die Straße TF-523 hinauf zum Teide genommen. Der warme Süden Teneriffas ist weitaus trockener, als der Norden und daher landschaftlich eher karg. Wenn man die kurvenreiche Strecke aber hinauf Richtung Teide fährt, verändert sich die Landschaft sehr schnell. Wo vorher nur vereinzelt Kakteen und Agaven standen, beginnt plötzlich ein dichter Nadelwald, der an ein deutsches Mittelgebirge erinnert. Der Ausblick hinunter auf Candelaria und die Südküste ist einfach nur wunderschön! Auch Gran Canaria ist bei gutem Wetter in der Ferne erkennbar. Weiter geht es hinauf, bis man sich schließlich auf dem Kamm befindet, auf der TF-24. Die Nordseite der Insel liegt einem nun zu Füßen. Bei unserer Tour erstreckte sich ein Wolkenmeer über den Norden, was einfach traumhaft schön aussah, aber dadurch konnten wir natürlich nicht die Küste sehen. Der Anblick war aber so spektakulär, dass das gar nicht schlimm war.

Der Blick in den Norden Teneriffas vom Teide Nationalpark aus

Mit der Seilbahn hinauf zum Krater des Teide

Wir waren nun über den Wolken und fuhren die TF-24 weiter Richtung Teleférico del Teide. Hier befindet man sich auf einer Höhe von 2.356 m und hat die Möglichkeit mit einer Seilbahn die Bergstation des Teides auf 3.555 m zu erklimmen. Von hier aus kann man zwischen drei verschiedenen Wanderwegen wählen, von denen einer direkt zum Krater des Teide führt. Hierfür benötigt man jedoch eine spezielle Genehmigung der Parkverwaltung, die kostenlos unter www.reservasparquesnacionales.es erhältlich ist. Wer nicht hinauf fahren möchte, findet in der Talstation ein kleines Kaffee und einen schönen Ausblick auf den Nationalpark. Die letzte Seilbahn startet in den Sommermonaten (Juli – September) um 18 Uhr, in allen anderen Monaten schon um 16 Uhr.

Wir waren leider etwas spät dran und konnten nicht mehr hinauf zur Bergstation fahren, daher machten wir uns über die TF-21 auf den Weg nach Puerto de la Cruz. Auf diesem Weg verließen wir den Teide Nationalpark und fuhren direkt weiter in den Norden. Damit war unser Ausflug nicht nur ein Besuch auf dem Teide, sondern auch eine Durchquerung Teneriffas.

Garachico – wunderschöne Altstadt & Naturpools

Es gibt viele wunderschöne Städtchen auf Teneriffa und doch hat es mir Garachico ganz besonders angetan. Der Ort liegt im grünen Norden Teneriffas direkt am Meer. Schmale Gassen, pittoreske Häuser und die Naturpools machen Garachico zu einem traumhaften Gesamtpaket. Hier kann man wunderbar ein oder zwei Tage verbringen. Falls ihr aus Richtung Santiage del Teide anreist, solltet ihr am Aussichtspunkt Mirador del Emigrante halten. Hier könnt ihr euch Kaffee und Kuchen im La Puntilla Café (keine bezahlte Werbung) genehmigen und habt dabei einen wunderschönen Blick auf Garachicos Hafen.

Die Geschichte Garachicos

Der Hafen Garachicos war bis zum 18. Jhd. der bedeutendste Handelshafen Teneriffas und ein strategischer Punkt für die Seefahrer auf ihrem Weg in die “Neue Welt” sowie nach Europa.  Aber am 5. Mai 1706 änderte sich das schlagartig, als der Vulkan Teide ausbrach. Zwei Lavaströme veränderten den Ort und die Umgebung nachhaltig. Der erste Lavastrom verschob die Bucht und machte sie für die Boote nicht mehr schiffbar. Der zweite Lavastrom überrrollte und zerstörte einen Großteil der wichtigsten Gebäude Garachicos. Ein paar Überbleibsel dieser Zeit kann man noch heute besichtigen, darunter die Burg San Miguel, die Festungsanlage, von der aus die Reede des Ortes geschützt wurde und das Tor Puerta de Tierra, der Zugang zum ehemaligen Hafen. Durch die ins Meer fließenden Lavaströme entstanden auch die Naturpools Garachicos, die heute eine wunderbare Bademöglichkeit bieten.

Bei einem Besuch Garachicos kann ich euch neben den genannten Sehenswürdigkeiten unbedingt einen Spaziergang durch den Ort und dessen Altstadt empfehlen. Das Örtchen ist wirklich hübsch und der große Platz im Ortskern Plaza de la Libertad lädt zum Verweilen ein. Genehmigt euch einen Cortado Natural und beobachtet das Treiben in den Straßen Garachicos. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag solltet ihr die Naturpools besuchen, dann ist es dort nicht mehr so voll und ihr könnt euch in den Pools entspannt erfrischen. Sehr empfehlen kann ich euch auch das Restaurant mit dem langen Namen Canada de Garachico Espacio Gastronomico (keine bezahlte Werbung). Das Essen ist einfach toll und besonders das Secreto Iberico (iberischen Schweinefilet) ist ein Traum!

Die Unterwasserwelt Teneriffas – Schildkröten, Wale & Delfine

Für das letzte meiner Highlights müssen wir die Insel im Grunde schon wieder verlassen und uns auf bzw. in das Wasser begeben, denn Teneriffas Unterwasserwelt hat unglaublich viel zu bieten.

Fast das ganze Jahr über hat man hier die Chance Wale zu beobachten, was die Insel weltweit zu einem der besten Orte für Whale Watching macht. Die am häufigsten anzutreffende Walart vor Teneriffas Küste ist der Pilotwal, aber mit sehr viel Glück und nur sehr selten werden sogar Orcas gesichtet. Viele Touren starten im Süden in den Häfen von Los Gigantos oder Costa Adeje, aber informiert euch bitte vor Buchung, ob die Touranbieter wirklich verantwortungsvoll agieren. Leider gibt es hier viele schwarze Schafe, die die Wale bedrängen und keinerlei Abstand halten. Dies kann einen verstörenden Einfluss auf die Tiere haben und sie langfristig sogar komplett aus der Region vertreiben. Dasselbe gilt natürlich auch für Delfintouren oder Touren zu den Schildkröten.

Die Gewässer Teneriffas kann man selbstverständlich nicht nur wunderbar vom Boot aus entdecken, es lohnt sich auch einmal abzutauchen. Es gibt tolle und abwechslungsreiche Tauchgründe, die viel zu bieten haben und mit anderen international beliebten Tauchspots absolut mithalten können. Die Unterwasserwelt beherbergt Wracks, vulkanische Höhlen und andere außerordentliche Felsformationen, Steilwände und natürlich spannende Lebewesen, wie Schildkröten, Haie, Tintenfische und viele Fischarten. Wer keinen Tauchschein besitzt, macht ihn entweder hier oder schnappt sich Taucherbrille, Flossen und Schnorchel und schaut sich die Unterwasserwelten beim Schnorcheln an 🙂

Wart ihr schon mal auf Teneriffa? Was war euer absolutes Highlight? Über euer Feedback freue ich mich sehr, entweder in den Kommentaren oder per Mail! 🙂

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