Rundreise durch den Westen Kanadas – die perfekte Route

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Kanada ist für viele Menschen der Sehnsuchtsort schlechthin. Unglaubliche Weiten, unberührte Natur und eine spannende Tierwelt erwarten die Besucher dieses tollen Landes. Aufgrund der großen Ausdehnung Kanadas benötigt man aber viel Zeit, um wirklich anzukommen und viel sehen zu können. Die Entfernungen sollte man nicht unterschätzen und aus diesem Grund ist es wichtig, vor der Reise schon ganz genau zu wissen, welchen Teil Kanadas man bereisen möchte. In diesem Reisebericht findet ihr einen Routenvorschlag für die perfekte Rundreise durch den Westen Kanadas, der gut für einen dreiwöchigen Aufenthalt (oder länger) geeignet ist!

Wir starten in Vancouver und machen uns von dort aus auf den Weg in die Rocky Mountains, wo wir die Nationalparks Jasper und Banff besuchen und über eine der schönsten Straßen der Welt fahren – den Icefields Parkway. Von dort aus geht es weiter durch die traumhafte Kulisse der Rockies zu heißen Quellen, entlang wunderschöner Seen und Bergpanoramen. Der Rückweg nach Vancouver führt durch eine bekannte Weinregion Westkanadas – das Okanagan Valley. Von Vancouver aus, machen wir uns als krönenden Abschluss unserer Kanada Rundreise auf den Weg nach Vancouver Island. Diese riesige Insel vor der westkanadischen Küste, hat eine traumhafte Flora und Fauna zu bieten und wird euch ganz sicher begeistern.

Zu fast allen Reiseabschnitten habe ich auch noch mal detailliertere Reiseberichte und Tipps. Folgt einfach den Links, um euch tiefergehend zu informieren. Solltet ihr weniger Zeit zur Verfügung haben als drei Wochen, beschränkt euch einfach auf die Tour durch die Rocky Mountains oder auf die Rundreise über Vancouver Island. Zu allen Reiseabschnitten habe ich Kilometerangaben hinzugefügt sowie eine Empfehlung, wieviel Zeit ihr mindestens einplanen solltet. Und jetzt viel Spaß beim Planen!

Rundreise durch den Westen Kanadas: Vancouver – Whistler – Kamloops

Vancouver ist der beliebteste Startpunkt für eine Westkanada Rundreise, denn die Stadt ist für sich schon ein Highlight, ist super gelegen und eine echte urbane Perle. Hier könnt ihr locker ein bis zwei Tage Aufenthalt einplanen, um erst einmal anzukommen, euren Mietwagen entgegen zu nehmen und die Stadt zu erkunden. Tipps für einen zweitägigen Aufenthalt in Vancouver findet ihr in meinem entsprechenden Artikel!

Danach geht es weiter über den Sea-to-Sky-Highway Richtung Whistler. Dieser (durch die Olympischen Spiele) weltbekannte und doch eher kleine Ort, verfügt über ein beliebtes Skigebiet, ist aber auch für ausgiebige Wanderungen bestens geeignet. Was es hier sonst noch so zu erleben gibt, erfahrt ihr hier. Auch in Whistler kann man locker ein bis zwei Tage einplanen.

Von hier aus geht es weiter Richtung Kamloops, dem letzten Zwischenstopp bevor wir die Rocky Mountains erreichen. Hier reicht eine Übernachtung, bevor es am nächsten Tag nach Jasper geht.

Entfernung: Vancouver – Whistler: 121 km // Whistler – Kamloops: 299 km
Einzuplanender Zeitraum: mind. 5 Tage

Whistler – der Start eines unvergesslichen Roadtrips durch Kanada

Von Kamloops in den Jasper Nationalpark / Rocky Mountains

Um von Kamloops in den Jasper Nationalpark zu kommen, solltet ihr etwa einen halben Tag Fahrzeit einplanen. Wer etwas mehr Zeit hat, kann entlang der Strecke bestimmt noch die einen oder anderen Sehenswürdigkeiten anfahren, wer nicht so viel Zeit hat, fährt einfach durch.

Kurz nachdem ihr die Rocky Mountains erreicht habt, überquert ihr die Grenze zum Bundesstaat Alberta und lasst British Columbia vorerst hinter euch. Beachtet, dass ihr hier die Uhren umstellen müsst! Und dann ist es auch schon gar nicht mehr weit bis Jasper!

Für die Nationalparks benötigt ihr einen Pass. Was das kostet und welche Sehenswürdigkeiten euch hier erwarten, findet ihr in meinem ausführlichen Blogbeitrag zum Jasper Nationalpark! Hier solltet ihr auf jeden Fall mehrere Tage einplanen, zwei bis drei sollten es schon sein.

Entfernung: Kamloops – Jasper Nationalpark: 415 km
Einzuplanender Zeitraum: mind. 3 Tage

In den Rocky Mountains findet man wunderschöne, abwechsungsreiche Landschaften!

Die schönste Straße der Welt: der Icefields Parkway

Der Icefields Parkway – eine der schönsten Straße der Welt – präsentiert etwa 280 km lang ein Postkartenmotiv nach dem anderen. Schneebedeckte Berggipfel, weitläufige Wälder, atemberaubende Seen und eine vielfältige Tierwelt liefern Reisenden viele Gründe zum Staunen und so kann selbst eine Straße schon zu einer eigenständigen Sehenswürdigkeit werden – der Weg ist das Ziel.

Außerdem findet man entlang des Icefields Parkway immer wieder Möglichkeiten zum halten und einige weitere Highlights der kanadischen Rocky Mountains, wie die berühmten Seen Lake Louise und Peyto Lake, aber auch den Mistaya Canyon, das Eisfeld Columbia Icefields sowie die Wasserfälle Sunwapta Falls und Athabasca Falls.

Ihr wollt mehr über den Icefields Parkway herausfinden? Dann klickt einfach hier.

Entfernung: Jasper – Banff: 288 km
Einzuplanender Zeitraum: mind. 1 Tag

Der Icefields Parkway sollte bei einer Rundreise durch den Westen Kanadas nicht fehlen!

Banff Nationalpark & Yoho Nationalpark

Der Banff Nationalpark in den Rocky Mountains ist einer der berühmtesten und beliebtesten Nationalparks weltweit. Der Park selbst und auch die nähere Umgebung haben viele, abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten zu bieten. Es gibt wunderschöne Seen und Wanderwege, heiße Quellen wie die Upper Hot Springs und mit einer Gondel kann man auf den Sulphur Mountain fahren.

Vor allem entlang des Bow Valley Parkways aber auch an verschiedenen anderen Stellen im Nationalpark kann man den hier heimischen Tieren unglaublich nah kommen, dazu zählen Wapiti Hirsche, Rehe, Dickhornschafe, Bären und mit sehr viel Glück auch Wölfe. Weitere Tipps, was ihr im Banff Nationalpark und den angrenzenden Parks (wie dem Yoho Nationalpark) unternehmen könnt, findet ihr hier!

Einzuplanender Zeitraum: mind. 2 Tage

Der Emerald Lake im Yoho Nationalpark ist nicht weit von Banff entfernt und ein wunderbares Ausflugsziel

Durch das Okangan Valley zurück nach Vancouver

Um vom Banff Nationalpark zurück nach Vancouver zu kommen, gibt es zwar durchaus schnellere und kürzere Routen, die sind bekanntlich aber nicht immer die schönere Wahl. Wir hatten uns dazu entschieden – auch wenn ursprünglich ganz anders geplant – nicht den Highway 1 über Kamloops zurück zu fahren, sondern einen Umweg in Kauf zu nehmen.

Erst Highway 93 und später dann 95 führten uns zu unserem ersten Stop und einem echten Geheimtipp – den Lussier Hotsprings. Diese heißen Quellen liegen nicht direkt am Highway, sondern noch einmal etwa 17 km davon entfernt, aber der Umweg lohnt sich auf jeden Fall. Dadurch, dass diese Quellen etwas abgelegener sind, verirren sich auch nicht so viele Touristen hierher. Aber der größte Vorteil ist, dass es sich hierbei wirklich um naturbelassene Quellen handelt. Wo man anderorts eher eine Art Schwimmbad vorfindet, wie bei den Banff Upper Hot Springs oder den Radium Hot Springs, befindet man sich hier genau an einem reißenden Fluss inmitten des kanadischen Waldes. Die Felsen am Rande des Flusses wurden so angeordnet, dass sich das heiße Wasser der Quellen in natürlichen Pools sammelt. Es ist einfach traumhaft!

Die Lussier Hot Springs – die wohl schönsten heißen Quellen in den Rocky Mountains

Wenn man der 95 immer weiter folgt, kommt man in den Süden British Columbias und irgendwann passiert der Highway die Grenze zur USA. Da wir in Kanada bleiben wollten, ging es für uns weiter über den Highway 3 in Richtung Vancouver. Hier kommt man durch eine abwechslungsreiche Landschaft und irgendwann durch die hübsche Weinregion des Okanagan Valleys.

Entfernung: 1.123 km
Einzuplanender Zeitraum: mind. 3 Tage

Rundreise über Vancouver Island im Westen Kanadas

Falls ihr von Vancouver Island noch nichts gehört habt, wird es höchste Zeit! Die größte Insel der amerikanischen Westküste, vereint auf etwa 450 km Länge und 100 km Breite die Vielseitigkeit Kanadas. Schneebedeckte Berge und Skigebiete treffen auf üppigen Regenwald und eine spannende Tierwelt. Kilometerlange Sandstrände und Surfer Hotspots treffen auf raue, felsige Küstenabschnitte und Steilklippen.

Schon allein wegen der wunderschönen Natur und der Artenvielfalt, ist Vancouver Island einen Besuch wert. Es gibt traumhafte, pittoreske Hafenstädtchen, wie Tofino und Ucluelet, die zum Entspannen einladen. Wer aktiver unterwegs ist, findet unzählige Wanderwege auf der Insel, wie den berühmten West Coast Trail (WCT). Viele Veranstalter bieten Waltouren an, denn vor der Küste tummeln sich (je nach Jahreszeit) u.a. Orcas, Grauwale und Buckelwale. Aber auch Bären, Seeadler, Seelöwen und viele andere Tierarten könnt ihr auf der Insel entdecken.

Victoria – die Hauptstadt British Columbias – befindet sich an der Südspitze der Insel und ist ebenfalls einen Besuch wert, wenn man noch etwas städtisches Flair genießen möchte. Hier findet ihr eine spannende Kunstszene, wunderschöne Parks und Gärten, tolle Restaurants und hübsche, viktorianische Architektur.

Auf meinem Blog findet ihr einen Vorschlag für eine traumhafte Rundreise über Vancouver Island.

Einzuplanender Zeitraum: mind. 5 Tage

Der Hafen von Ucluelet auf Vancouver Island ist einfach bezaubernd!

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen inspirieren und euch bei eurer Planung helfen! Was darf eurer Meinung nach bei einer Rundreise durch den Westen Kanadas auf keinen Fall fehlen? Gebt mir gerne Feedback in den Kommentaren 🙂

 

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