Tipps & Sehenswürdigkeiten für eine Kuba Rundreise – die ideale Reiseroute für 2 Wochen!

“Nach Kuba? Ja, da will ich auch unbedingt mal hin!” – So oder so ähnlich sind die Reaktionen, wenn man von einer Kubareise erzählt. Verständlich, denn dieses Land in der Karibik ist wirklich einzigartig und jeder hat sofort ein Bild vor Augen: Oldtimer, Zigarre rauchende Kubaner und Gebäude im Kolonialstil. Aber Kuba hat natürlich noch viele weitere Facetten und einiges mehr zu bieten, als die gängigen Klischees! Als ich nach Kuba reiste, hatte ich zwei Wochen Zeit im Gepäck, daher möchte ich euch in diesem Reisebericht Tipps zu Sehenswürdigkeiten für die ideale Kuba Rundreise geben.

Erste Station auf einer Kuba Rundreise: Havanna

Der erste Stop für die meisten, die in Kuba Urlaub machen, ist Havanna. Kubas Hauptstadt ist eine faszinierende Stadt mit vielen Gesichtern und einem unvergleichlichen Charme! Die größte Metropole der Karibik  ist eine kultur- und geschichtsträchtige Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, Galerien, Museen und einem rauschenden Nachtleben. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten! Man sollte sich daher aber auch mindestens drei Tage Zeit nehmen, um die Stadt gebührend entdecken zu können. Havanna versprüht eine außergewöhnliche Atmosphäre von Nostalgie, Rhythmus und Lebendigkeit. Zahlreiche Oldtimer und improvisierte, zerfallene Kolonialbauten verleihen Havanna einen unverwechselbaren Charme.

Besonders angetan hat es mir die Altstadt Habana Vieja, die aber auch viele andere Urlauber in Scharen anzieht und an machen Stellen daher sehr überlaufen sein kann. Trotzdem ist es wunderschön sich hier in den kleinen Gassen zu verlieren und versteckte Plätze, Läden und Märkte zu entdecken. Viele weitere Tipps und Sehenswürdigkeiten zu Havanna, findet ihr meinem Artikel: HAVANNA in 3 Tagen – die schönsten Sehenswürdigkeiten!

In den Straßen Havannas ist immer etwas los…

Zweite Station: Die Schweinebucht – Playa Larga und Playa Giron

Playa Larga und Playa Giron stehen bei den wenigsten Touristen auf der To Do Liste und dementsprechend verschlafen sind die beiden Orte auch. Trotzdem sollte man an der berühmten Schweinebucht nicht einfach vorbei fahren, denn als Zwischenstop auf dem Weg von Havanna nach Cienfuegos ist die Gegend bestens geeignet. Man findet hier wunderschöne und wenig besuchte Strände, die zum entspannen und baden einladen. Außerdem ist die Gegend berühmt für ihre Unterwasserwelt. Taucher zieht aus der ganzen Welt hierher!

Wer lieber wandern möchte, findet im nahegelegenen Parque Nacional Cienaga de Zapata Kubas größte Sumpfgebiete. Auch der etwa 4 km lange Naturpfad Sendero Enigma de las Rocas empfiehlt sich für einen Halbtagesausflug, entweder zu Fuß oder auf einem Pferd. Am Ende des Weges befindet sich – eingebettet in eine Felslandschaft – ein Naturpool, der zum schwimmen einläd. Wer mehr über die Flora und Fauna der Gegend erfahren möchte, kann eine Tour buchen bzw. sich einen Guide nehmen. In Playa Giron finden Geschichtsinteressierte ein Museum, das über die Geschichte der Gegend informiert.

Dritte Station: Cienfuegos – die Perle Kubas

Es heißt Cienfuegos sei die Perle Kubas und obwohl ich nicht das ganze Land gesehen habe, kann ich mir das sehr gut vorstellen. Dieses Städtchen hat sich herausgeputzt! Cienfuegos ist die sechstgrößte Stadt des Landes und wirkt im Gegensatz zu Havanna ein bisschen streberhaft mit seinem weltgrößten Zuckerexporthafen. Auch hier übernachteten wir in einem Casa Particular, und zufällig auch noch bei einer Berühmtheit, einem Weltmeister im Boxen – wow! In Cienfuegos kann man wunderbar durch die Straßen schlendern, oder – was ich ebenfalls empfehle – man macht (Tages-)Ausflüge ins Umland, denn da gibt es viel zu sehen! Im folgenden zeige ich euch drei Sehenswürdigkeiten der Region.

Sollte bei keiner Kuba Rundreise fehlen: So schön ist Cienfuegos!

Flamingos in der Guanaroca Lagune

Flamingos! In diesem Park kann man unsere pinken Freunde besuchen und zwar per Boot. Ein toller Ausflug, aber man sollte sehr zeitig da sein, denn es werden nur etwa 30 Besucher pro Tag in den Park gelassen. Der etwa 20-minütige Weg vom Kassenhäuschen bis zum Bootssteg ist schon für sich sehr interessant, denn der Guide erklärt sehr viel zur kubanischen Flora und Fauna. Angekommen am Steg werden die Besucher in kleinen Grüppchen von 2-3 Personen auf die Boote aufgeteilt und schon kann es losgehen. Die Flamingo Kolonie umfasst bis zu 4000 Tiere. Der Eintritt kostet 10 CUC.

Rancho Luna – Ein Traumstrand bei Cienfuegos

Auch diesen tollen Karibikstrand hat Cienfuegos zu bieten. Der Strand Rancho Luna liegt  etwa 20 km außerhalb der Stadt, mit einem Taxi kommt man aber problemlos hierher und mit dem Fahrer kann man eine Abholzeit vereinbaren. Der Strand ist nicht sehr überlaufen, ist aber trotzdem sehr gut erschlossen. Es gibt Restaurants, Sonnenschirme, kleine Bars und man kann wunderbar schnorcheln. Ein Besuch lässt sich übrigens auch wunderbar mit einer Tour zur Laguna Guanaroca verbinden.

El Nicho Wasserfall

Man fährt etwa 1,5 Stunden immer bergauf. Klingt erstmal nach einer langen Fahrt, die sich am Ende aber wirklich lohnt. An den Wasserfällen ist es wirklich sehr schön, man sollte aber früh aufbrechen, damit man den meisten anderen Touristen etwas voraus ist. In den natürlichen Pools kann man auch baden, allerdings ist das nichts für Frostbeulen, denn das Wasser ist ziemlich kühl! 🙂
Touren zu El Nicho kann man in der Innenstadt Cienfuegos’ buchen und kosten ca. 40 – 50 CUC (Stand: 01/2017).

Vierte Station: Trinidad – mein persönliches Highlight

Mein absolutes Highlight auf unserer Rundreise durch Kuba war Trinidad. Diese kleine Kolonialstadt an der Südküste Kubas ist nicht umsonst ein regelrechter Touristenmagnet. Prachtvolle Gebäude und Plätze sowie bunte Wohnhäuser zieren die Straßen Trinidads auf denen noch das jahrhundertealte, grobe Kopfsteinpflaster vergangener Zeiten liegt. Und überhaupt scheint die Zeit hier stehen geblieben zu sein. Immer wieder sieht man Pferdekutschen und Ochsenkarren, alte Männer rauchen Zigarren und spielen Domino auf der Straße und natürlich fahren auch die Oldtimer umher. Vor vielen Häusern hängen Vogelkäfige als Glücksbringer und überall ist geschäftiges Treiben, als sei die ganze Stadt unterwegs.

Trinidad kann man sehr gut zu Fuß erkunden und das würde ich euch auch empfehlen. Verliert euch einfach ein bisschen in den Straßen und lasst das Leben hier auf euch wirken. Einer der schönsten Plätze Trinidads ist der Plaza Mayor, der umsäumt ist von wunderschönen Kolonialbauten. Abends solltet ihr in der nahegelegenen Casa de la Música vorbeischauen. Einheimische und Touristen schwingen hier gleichermaßen das Tanzbein und kreisen die Hüften zur Livemusik.

Abends ist vor der Casa de la Musica in Trinidad immer etwas los

Der Traumstrand Playa Ancon

Nur 12 km von Trinidad entfernt, liegt der wunderschöne Karibikstrand Playa Ancon. Hier kann man wunderbar einen Nachmittag verbringen, baden gehen, die Sonne genießen und die Seele baumeln lassen. Es gibt einen Bus, der mehrmals täglich als Shuttle fungiert und zwischen der Stadt und dem Strand pendelt. Der Bus kostet etwa 5 CUC pro Person (Hin- und Rückfahrt). Natürlich kann man sich aber auch ein Taxi nehmen.

Bei unserem Aufenthalt, war der Strand zwar schon gut besucht, aufgrund der Größe des Playa Ancon merkte man aber nicht viel von den anderen Besuchern. Tatsächlich verteilten sich die Gäste ganz gut über die Länge des Strandes.

Fünfte Station: Viñales – gehört zu einer perfekten Kuba Rundreise einfach dazu!

Eine einzigartige Landschaft, den besten Tabak Kubas, kleine bunte Dörfer, Kastberge und Natur Pur erwarten euch im Viñales Valley. Das Tal ist traumhaft schön und liegt in der westlichsten Provinz Kubas Pinar del Río. Dieser Teil Kubas zählt zu den ältesten der Karibikinsel und ist bereits vor ca. 170 Millionen Jahren durch Erosion entstanden. Diese Verkarstung führte auch zu der Entstehung der sogenannten Mogotes. Diese mit Vegetation überwuchterten, kegelförmigen Steinformationen prägen das Bild im Viñales Valley.

Die wunderschöne Landschaft kann man durch die gebotenen Ausflüge wunderbar erkunden: Wandern, Reiten, Klettern, Tabak-, Kaffeeplantagen und Höhlenbesichtigen. Das Tal ist ein wahrgewordener Traum für jeden Outdoor-Fan! Touren und Aktivitäten kann man direkt in dem kleinen Städtchen Viñales buchen.

Sechste Station: Die Karibikstrände Cayo Levisa & Cayo Jutias

Da wir uns ja in der Karibik befinden, sollten Strandtage auf einer Kuba Rundreise natürlich unbedingt eingeplant werden. Der Westen der Insel hat mit Cayo Jutias und Cayo Levisa zwei echte Traumstrände zu bieten. Von Vinales aus werden Touren zu den beiden Stränden organisiert. Zum Cayo Jutias ist die Anreise etwas unkomplizierter und günstiger mit etwa 20 CUC. Der Strand Cayo Levisa hingegen ist nur mit einer Fähre von Pinar del Rio aus zu erreichen. Eine Tour hierher dauert etwa 1,5 Stunden und  kostet inkl. Fährüberfahrt und kleinem Snack auf der Insel ca. 40 CUC.

Da wir bei unserer Reise durch Kuba nicht mehr so viel Zeit hatten, um beide Strände zu besuchen, entschieden wir uns für Cayo Levisa. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, trotzdem hatten wir aber eine schöne Zeit auf der Insel. Am Strand gibt es genügend Liegen für alle Besucher, die auch im Preis inbegriffen sind. Man kann schöne Spaziergänge machen, schwimmen, schnorcheln und sogar tauchen gehen.

Getrost weg lassen: Varadero

Um ehrlich zu sein, habe ich lange damit gehadert nach Varadero zu fahren. Und tatsächlich ist die Wahl nur auf diesen Zwischenstopp gefallen, weil ich meinen Geburtstag gerne am Strand verbringen wollte und es sich einfach anbot hier auf dem Weg von Havanna Richtung Cienfuegos und Trinidad Halt zu machen. Leider wurde ich von Varadero nicht positiv überrascht. Ja, der Strand ist sehr schön und sehr lang und um baden zu gehen ist es hier ideal. Das ist allerdings auch das einzig positive was mir zu Varadero einfällt, da muss ich ehrlich sein. Man hat auch Strandabschnitte an denen man (fast) allein ist, aber im Grunde ist diese Insel eine Aneinanderreihung von All Inclusive Hotels. Viel mit Kuba hat das leider nicht mehr zu tun. Besonders ärgerlich: Die Plastikbecher, die viele Besucher einfach am Strand liegen lassen!
Insgesamt ein eher charakterloser Ort. Wer aber ein paar Tage reinen Badeurlaub in seine Kuba Rundreise einbauen möchte, dem kann es hier durchaus gefallen.

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