Was du über Kuba wissen musst! – Tipps & Empfehlungen

Eines ist sicher: Kuba ist eine ganz besonderes Land! Wenn du noch mitten in der Planung deiner ersten Reise nach Kuba bist, helfe ich dir gerne mit einigen Tipps und Wissenswertem weiter.

Welche Dokumente werden vor der Einreise nach Kuba benötigt?

Die Touristenkarte & Auslandskrankenversicherung:

Wie in den meisten anderen Ländern ebenfalls der Fall, benötigt man auch in Kuba ein Visum für die Einreise. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Touristenkarte. Diese hat eine Gültigkeit von 30 Tage, beginnend mit der Einreise in Kuba und ist obligatorisch, um ins Land zu kommen. Manche Fluglinien kontrollieren, ob ihr die Touristenkarte vorweisen könnt und verweigern euch das Boarding, falls nicht. Daher ist es wirklich wichtig, dass ihr euch vor eurem Abflug um dieses wichtige Dokument kümmert.

Bekommen könnt ihr ein Touristenkarte entweder bei der Botschaft Kubas oder einem kubanischen Konsulat innerhalb Deutschlands oder ganz einfach über das Reisebüro. Falls ihr eure Reise selbst geplant habt, kann es sein, dass sich manche Reisebüros quer stellen und euch keine Touristenkarte verkaufen wollen (völliger Quatsch meiner Meinung nach!). Da kann man dann nur rumtelefonieren und fragen. Meiner Erfahrung nach sind die Reiseveranstalter am Flughafen da sehr viel entspannter und kulanter. Meine eigene Touristenkarte habe ich daher ebenfalls erst am Flughafen erwerben können, damals noch am Schalter von Air Berlin. Die Kosten betragen um die 25 €.

Was ihr ebenfalls für eine Einreise nach Kuba benötigt, ist eine Auslandskrankenversicherung. Es kann sein, dass ihr in Kuba danach gefragt werdet und dann müsst ihr Dokumente vorweisen können. Lasst euch eure Versicherungspolice am besten vorher von der Versicherung ins Spanische übersetzen (oder zumindest ins Englische).

Die Sache mit dem Geld…

Vor meiner Kubareise hatte ich mich natürlich auch zum Thema Geld informiert und war schnell ziemlich eingeschüchtert, da man scheinbar an so viel denken muss: zwei verschiedene Währungen, kaum funktionierende Geldautomaten, Karten werden nicht akzeptiert,…

Tatsächlich war am Ende aber alles halb so schlimm. Solange man darauf achtet immer genug Bargeld dabei zu haben, ist man schon so gut wie auf der sicheren Seite. Während der Reise habe ich nur wenige Male erlebt, dass ein Geldautomat kaputt war bzw. kein Geld ausspuckte. Das passierte zudem fast nur in Havanna, wo man dann einfach zu einem anderen Automaten gehen konnte. Mit meiner DKB Kreditkarte hatte ich ebenfalls keine Probleme. Ich weiß aber von anderen Reisenden, deren Karten nicht funktionierten bzw. akzeptiert wurden. Zur Sicherheit sollte man daher mindestens zwei verschiedene Karten mit nach Kuba bringen.

Unterkünfte in Kuba – Casa Particulares oder Hotels?

Erst mal zur Begriffsklärung: Was sind eigentlich Casa Particulares (kurz: Casas) und wo liegt der Unterschied zu Hotels?

Casa Particulares:

Seit ein paar Jahren dürfen Kubaner privat an Touristen vermieten und nutzen diese Möglichkeit auch reichlich aus. Casa Particulares sind also erst einmal nichts anderes als private Unterkünfte. Je nachdem wie viel Platz das Zuhause bietet, werden ein oder mehrere Zimmer an Gäste vermietet. Preislich bewegen sich die Zimmer zwischen 25 – 35 CUC (Stand: 01/2017) pro Nacht. Vorab buchen kann man Casas über das Internet, z.B. über Airbnb. Wenn man schon in Kuba unterwegs ist, erkennt man Casas ganz einfach durch eine blaue Markierung am Hauseingang.

In der Hochsaison kann es vorkommen, dass viele Unterkünfte in den Hotspots bereits belegt sind. Irgendeine Möglichkeit tut sich aber eigentlich immer auf und Kubaner sind sehr hilfsbereit (vor allem, wenn vielleicht noch eine Provision winkt) und telefonieren gerne Bekannte und Verwandte ab – irgendwo findet sich immer ein freies Zimmer!

Zum Teil ist es sicher möglich in den Casas selbst zu kochen. Verwechselt das ganz aber bitte nicht mit einem Hostel und fragt vorher, ob ihr die Küche nutzen dürft. Die meisten Casas bieten ihren Gästen auch an für sie zu kochen. Ein Frühstück kostet um die 5 CUC, Mittag- und Abendessen zwischen 8 – 15 CUC. Auf Dauer geht das schon ins Geld, andererseits war das Essen in den Casas aber auch ausnahmslos sehr gut und sehr üppig.

Das Frühstück in den Casas sieht eigentlich überall gleich aus: Ei in verschiedenen Variationen, ein bisschen Schinken und Käse, ein paar Tomaten und viel Obst! 🙂

Hotels:

Hier muss ich gleich dazu sagen, dass ich zu Kubas Hotels gar nicht so viel beitragen kann, da ich selbst nur in Casas übernachtet habe. Ich hatte mich im Vorfeld belesen und auch vor Ort mit anderen Reisenden geredet und daher kamen die Hotels in Kuba (die alle staatlich geführt sind) für mich nicht in Frage. Was aber auch mit der Art zu tun hat, wie ich am liebsten reise und da stehen private Unterkünfte und Pensionen einfach weiter oben auf meiner Liste, als Hotels. In Kuba war es zudem so, dass die Hotels unter anderen Reisenden nicht besonders gut weg kamen. Zumindest bei denen, die sowohl Erfahrungen mit Hotels als auch mit Casas gemacht hatten, also beide Seiten kannten. Bei den Themen Essen, Sauberkeit und Freundlichkeit konnten die Hotels einfach nicht wirklich punkten. Aber, wie gesagt, da sind meine Infos auch nur second hand.

Letztendlich kommt es hier einfach darauf an, wie ihr am liebsten reist bzw. wie eure persönliche Kubareise aussehen soll. Wollt ihr näher an den Locals sein und mehr von der kubanischen Kultur mitbekommen? Dann sind Casas die bessere Wahl. Wollt ihr einfach eure Ruhe, euch keine Sorgen um die Verpflegung machen und – dank all-inklusive – von morgens bis abends am Strand Cocktails trinken? Dann ab in ein Hotel! 🙂

Fortbewegung in Havanna – so kommst du durch Kubas Hauptstadt!

In Havanna gibt es verschiedene Arten der Fortbewegung und bei allen muss man (gut) verhandeln, daher ist es schwer zu bemessen, was was kostet.

Ich habe die verschiedenen Arten aber mal sortiert von günstig bis teuer:

Bici Taxi:

Das ist ein Rikscha-ähnliches Gefährt, das Platz für bis zu zwei Personen bietet und mit dem man eher kurze Strecken zurücklegen kann. Man kann sich auch weiter fahren lassen, dann sollte man aber Zeit und viiiiel Geduld haben 🙂

Bici Taxis sind in den Straßen Havannas allgegenwärtig

Cocotaxi:

Mein liebstes Fortbewegungsmittel in Havanna! Damit sollte man mindestens einmal gefahren sein. Es macht verboten viel Spaß in dieser Knutschkugel zu sitzen! Der Platz ist jedoch begrenzt, denn hier sind – ähnlich wie beim Bici Taxi – nur zwei Plätze verfügbar. Wenn du also mit mehreren Leuten reisen solltest, machen eher die nächsten Optionen Sinn.

Mit dem Cocotaxi durch Havanna düsen – ein Must Do!!

Cubataxi:

Vergleichbar mit einem normalen Taxi.

“Cubataxi” ist die vom Staat betriebene Taxigesellschaft Kubas

Oldtimer:

Für seine wunderschönen US-Schlitten ist Kuba berühmt und viele Besucher wollen natürlich mindestens einmal mit einem solchen Gefährt mitgefahren sein, um das ultimative Kuba-Gefühl zu erleben. Aber alles hat seinen Preis. Viele Fahrer von herausgeputzten Oldtimern bieten Touren durch die Stadt an, die sind aber auch nicht gerade günstig. Hier sollte man nie den ersten Preis annehmen. Ein bisschen Verhandlungsgeschick kann da helfen.

Auf der Rückbank eines Oldtimers durch Havanna gefahren werden – ein Must Do!

Und wie geht es weiter? Transportmittel, um von Stadt zu Stadt zu kommen!

Die meisten Reisenden kommen natürlich nicht nur nach Kuba, um Havanna zu sehen, denn das Land hat einfach noch so viel mehr zu bieten. Aber wie kommt man in Kuba eigentlich von A nach B? Und das möglichst kostengünstig?

Flugzeug:

Kuba ist die größte Insel der großen Antillen und dementsprechend sind die Entfernungen nicht zu unterschätzen. Wenn ihr weitere Wege zurück legen wollt, z.B. von Havanna nach Santiago de Cuba, ist ein Flug vielleicht die beste Option.

Bus:

Auf Kuba ist “Viazul” der bekannteste Anbieter von Fernbusverbindungen und das Netz verbindet eigentlich alle touristisch interessanten Orte. Die Viazul-Busse fahren normalerweise von den eigenen Busbahnhöfen in den jeweiligen Städten ab. Wenn ihr sicher gehen möchtet, dass ihr einen Platz bekommt, solltet ihr vorher buchen. Dieser “Platz” kann dann aber auch im Mittelgang auf dem Boden sein…

Mietwagen:

Wenn ihr schon wisst, dass ihr Kuba am liebsten auf eigene Faust und mit den eigenen vier Rädern bereisen möchtet, solltet ihr sehr frühzeitig (mehrere Monate vor eurer Reise) einen Mietwagen buchen. Kuba ist auf den aktuellen Zustrom an Touristen noch nicht eingestellt und so sind u.a. Mietautos Mangelware, daher lohnt es sich, sich rechtzeitig zu kümmern.

Taxi Colectivo:

Hierbei handelt es sich um Sammeltaxis, die man sowohl innerstädtisch nutzen kann, als auch über größere Entfernungen hinweg. Um in ein Sammeltaxi zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder man fragt am Viazul Busbahnhof, denn es gibt immer Reisende, die es nicht in einen Bus geschafft haben und nach einer Alternative suchen oder ihr fragt den Besitzer eurer Casa. Die sind – typisch Kubaner – gut vernetzt und organisieren ebenfalls Colectivos. Bitte beachtet, dass ihr bei dieser Art zu reisen eure Ansprüche auf Komfort (sehr) weit herunterschrauben müsst, denn die Autos werden voll gepackt so gut es geht. Es ist nicht unüblich, dass man sich zu viert auf einer Rückbank wiederfindet, eingequetscht zwischen anderen Reisenden und dem Gepäck auf dem Schoß.

Kubaner fotografieren – nur gegen ein Trinkgeld!

Jeder kennt doch die tollen Fotos von Kubanern in ihren bunten Gewändern, lachend und mit Zigarre im Mund! Was die meisten von uns vor der ersten Kubareise jedoch nicht wissen, ist, dass diese Fotos in den meisten Fällen gestellt sind. Vor allem in der Altstadt Havannas – Habana Vieja – sieht man viele dieser herausgeputzten Kubanerinnen in ihren farbenfrohen Kleidern und Blumen im Haar oder die schick gekleideten Herren mit Hut auf dem Kopf und Zigarre in der einen und Gehstock in der anderen Hand oder die Musiker und anderen Künstler, die tagtäglich am selben Ort Platz nehmen, um gegen Geld für die Urlaubserinnerungen von Touristen zu posieren. Um nicht in unangenehme Situationen zu kommen, fragt am besten vorher (und das sollte man generell immer machen), ob ihr ein Fotos machen dürft. In den meisten Fällen wird man euch zu verstehen geben, dass ihr dafür etwas Geld berappen müsst (üblich ist 1 CUC), aber selbst wenn nicht, sollte diese kleine Gegenleistung schon drin sein.

Eine der vielen Straßenkünstlerinnen in Havanna – man findet sie jeden Tag am selben Ort

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Blogbeitrag schon ein bisschen weiterhelfen 🙂 Falls ihr noch Fragen habt, schreibt mir einfach in den Kommentaren oder eine direkte Nachricht!

Seid ihr noch auf der Suche nach Tipps & Empfehlungen für Kubas Hauptstadt Havanna? Dann schaut doch mal hier vorbei!

LEAVE A COMMENT

RELATED POSTS