2 Tage in Lissabon – Die besten Sehenswürdigkeiten & Reisetipps

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Lissabon, die wunderschöne Stadt am Tejo, wird von einem einzigartigen Charme umgeben. Gemütliche Cafés, malerische Gassen und Straßenbahnen, die die Hügel von Portugals Hauptstadt hoch und runter rattern. Kein Wunder, dass ein Städtetrip nach Lissabon in den vergangenen Jahren immer beliebter wurde. Während unseres Roadtrips entlang der portugiesischen Atlantikküste durfte ein Zwischenstopp also auf gar keinen Fall fehlen. Wir nahmen uns zwei Tage Zeit um uns einige Sehenswürdigkeiten in Lissabon anzuschauen.

Wie ein Wochenendtrip aussehen könnte, habe ich euch mit allen Sehenswürdigkeiten, Highlights und Tipps hier mal zusammengestellt. Und am Ende verrate ich euch noch einen absoluten Insidertipp!

Besonders berühmt ist Lissabon für seine wunderschönen Straßenbahnen

Tag 1 in Lissabon – Baixa, Alfama, Castelo de S. Jorge & Bairro Alto

Spaziergang durch Baixa

Startet euren ersten Tag in Lissabon am besten mit einem Spaziergang durch Baixa. Dieser zentral gelegene Stadtteil beherbergt einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Lissabon. Architektonisch gesehen ist Baixa das genaue Gegenteil zu Alfama – dem ältesten Teil Lissabons – den wir später auch noch besuchen werden. Im Gegensatz zu den verschachtelten Straßen und engen Gassen in Alfama, findet man in Baixa ein gitterförmiges Straßennetz, breite Einkaufsstraßen wie die Rua Augusta und große Plätze, wie den Praça do Comerço.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Lissabon ist der Elevador de Santa Justa. Dieser 45 m hohe Personenaufzug im neogotischen Stil verbindet Baixo mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado. Wenn ihr mit dem Aufzug fahren möchtet, empfiehlt es sich früh da zu sein, um den Besuchermassen zu entgehen. Eine Fahrt kostet jedoch stattliche 5,30 € (Stand: Herbst 2019).

Weitere Highlights in Baixo sind der Praça do Comerço mit seinem Triumphbogen Arco Triunfal sowie die Plätze Praça do Rossio, Praça da Figueira und Praça dos Restauradores.

Säulengang am Praça do Comerço in Lissabon

Alfama – der älteste Teil Lissabons

Für den Nachmittag empfehle ich euch den Besuch des wunderschönen Stadtteils Alfama. Lasst den Stadtplan hier am besten stecken und verliert euch einfach in den labyrinthartigen Straßen und Plätzen. Alfama hat unfassbar viel Charme und man kann hier viel entdecken, wie pittoreske Hauseingänge, StreetArt und blühende Bäume und Büsche. Der Duft der kleinen Cafés und Restaurants zieht hier durch die Gassen, genauso wie der Gesang der Fado-Sänger*innen. Das eigentliche Highlight von Alfama ist das Viertel selbst.

Wunderschönes Alfama – hinter jeder Ecke wird man aufs Neue überrascht

Alfama beherbergt auch die Hauptkirche und Kathedrale Lissabons. Die Catedral Sé Patriarcal, kurz auch einfach nur genannt, wurde 1150 erbaut und ist eines der wichtigsten Symbole der Stadt. Der Eintritt ist kostenlos, es lohnt sich also mal einen Blick hineinzuwerfen.

Sonnenuntergang auf dem Castelo de S. Jorge

Die mittelalterliche Burganlage Castelo de São Jorge bietet die perfekte Kulisse, um den ersten Tag in Lissabon ausklingen zu lassen. Hier hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt. Aber auch die Anlage selbst und der Innenhof sind sehr schön, sodass man hier gut und gerne ein wenig Zeit verbringen kann.

Nicht nur den Ausblick gibt es hier zu bestaunen – auf dem Burggelände des Castelo de S. Jorge gibt es auch Pfaue!

Man kann auch auf den Außenmauern der Burg entlang spazieren und hat hier einen wirklich einmaligen Blick über Lissabon. Besonders zum Sonnenuntergang und während der Blauen Stunde ist es wirklich wunderschön hier oben zu sein.

Der Eintritt ist mit 8,50 € zwar nicht gerade günstig, trotzdem lohnt es sich und ich würde jedem einen Besuch hier empfehlen. Über Eintrittspreise und Öffnungszeiten könnt ihr euch auch hier noch genauer informieren.

Wenn ihr euch die knapp 10 € pro Person sparen wollt, aber trotzdem einen schönen Blick über Lissabon sucht, solltet ihr einen der vielen Miradouros aufsuchen. Diese Aussichtspunkte finden sich überall in der Stadt. In Alfama sind das u.a. Miradouro do Recolhimento, Miradouro das Portas do Sol und Miradouro de Santa Luzia.

Sehenswürdigkeiten in Lissabon – ein Besuch des Castelo de S. Jorge darf am Abend nicht fehlen

Feiern und Nachtleben in Bairro Alto

Im Ausgehviertel Bairro Alto gibt es eine Reihe guter Restaurants, Bars und Clubs. Vor allem in den Straßen Rua Barroca, Rua do Norte, Rua do Diário de Notícias, Rua das Gáveas und deren Querstraßen ist am Abend einiges los.

Außerdem gibt es in Bairro Alto den Miradoura São Pedro de Alcântara. Diesen Aussichtspunkt erreicht ihr, wenn ihr den eben genannten Straßen einfach immer bergauf folgt. Der Miradoura bietet einen tollen Blick über das nächtliche Lissabon und die Burg Castelo de São Jorge.

Nachtleben in Lissabon – Bars, Clubs und Restaurants in Bairro Alto

Tag 2 in Lissabon – Time Out Market, LX Factory & Belém

Time Out Market in der Markthalle Mercado da Ribeira

Am zweiten Tag unserer Städtereise nach Lissabon verlassen wir das Zentrum und besuchen die etwas weiter außerhalb gelegenen Bezirke. Den Tag kann man wunderbar mit einem Besuch des Time Out Markets beginnen, der sich ganz in der Nähe des Bahnhofs Cais do Sodre befindet.

Der Time Out Market befindet sich im Mercado da Ribeira. Die Halle wurde bereits 1876 erbaut und ist damit die älteste noch erhaltene (und zudem größte) Markthalle Lissabons. 2014 wurde hier renoviert, ohne den Charakter der Halle zu zerstören, und seitdem gibt es auch den Time Out Market.

Der Time Out Market in der Markthalle Mercado da Ribeira – beeindruckend groß und immer gut besucht!

Diese Markthalle lässt jedes Foodie-Herz höher schlagen. Neben Obst, Gemüse, Gewürzen und frischem Fisch findet man hier auch allerhand Feinkostläden, Streetfood sowie Cafés und Bäckereien. Spätestens hier sollte man seinen ersten Pastel de Nata kosten. Die kleinen Blätterteigtörtchen mit Pudding rechtfertigen schon allein eine Reise nach Portugal 🙂

Im Time Out Market finden übrigens auch regelmäßig Events, Konzerte und Shows statt. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Die leckeren Pastel de Nata im Time Out Market in Lissabon

Shoppen, Schlendern und Schlemmen in der alternativen LX Factory

Seit 2007 befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik für Garne und Stoffe die LX Factory. Das Gelände besticht durch Industriecharme und Kreativität. Überall kann man Streetart und kleine Skurrilitäten entdecken, während sich über einem die berühmteste Brücke Lissabons erhebt: die Ponte 25 de Abril, die an San Franciscos Golden Gate Bridge erinnert.

Die ehemalige Fabrik ist natürlich schon sehr in die Jahre gekommen und so fehlt hier ein wenig Putz und da ein paar Backsteine und trotzdem (oder gerade deswegen) ist es ein Ort an dem man sich schnell wohlfühlt.

Das alternative Lissabon findet ihr in der LX Factory

In den Gebäuden haben sich einige hippe Läden sowie Ateliers, Cafés und Restaurants, Bars, Agenturen, aber auch jede Menge kleiner Concept Stores und Trödelläden angesiedelt. Auch ein Barbershop und ein wunderschöner Buchladen sind hier zu finden, genauso wie Interior Stores.

Außerdem finden hier auch regelmäßig Events statt. Alle Infos könnt ihr auf der Homepage der LX Factory finden.

Barbershop in der LX Factory

Die LX Factory befindet sich in der Rua Rodruiges de Faria 103, 1300 Lissabon. Parkplätze sind in der Nähe zu finden. Wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid, fahrt mit der Straßenbahnlinie 15 Richtung Belém und steigt dann an der Station Calvário aus. Von der LX Factory entfernt euch jetzt nur noch ein kleiner Fußweg.

Es gibt viel zu entdecken in der LX Factory: Von Fischkonserven im Retro-Stil bis hin zu Streetart

Sehenswürdigkeiten in Lissabon – Highlights in Belém

Belém ist nicht nur ein charmanter Bezirk im Westen Lissabons, es versammeln sich hier auch einige der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders auffällig ist das Kloster Mosteiro dos Jerónimos. Aufgrund seiner Größe und seiner weißen Fassade springt es einem sofort ins Auge. Die wunderschön verzierten Eingänge und Fenster des UNESCO Weltkulturerbes machen absolut sprachlos.

Die Kirche des Klosters (Santa Maria) kann kostenlos besichtigt werden. Ansonsten liegt der Eintritt bei 10 €, wenn ihr beispielsweise den Kreuzgang im Innern des Klosters sehen möchtet.

Das Kloster Mosteiro dos Jerónimos in Belém ist UNESCO Weltkulturerbe

Vom Kloster aus kann man sich nun auf den Weg zu den beiden am Wasser liegenden Sehenswürdigkeiten machen. Eine Unterführung bringt euch dabei sicher auf die andere Seite der vierspurigen Straße.

Am Ufer des Tejo findet ihr das Denkmal Padrão dos Descobrimentos. Es soll an das Zeitalter der Entdeckungen erinnern und wurde im Jahr 1960 zu Ehren des 500. Todestags von Heinrich dem Seefahrer erbaut.

Wenn man etwa 500m immer weiter am Ufer entlang läuft kommt man automatisch zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons: dem Torre de Belém (Turm von Belém). Der Eintritt beträgt hier 6€.

Geheimtipp: Essen gehen im Ponto Final mit Blick auf das abendliche Lissabon

Zum Schluss möchte ich noch einen echten Insidertipp mit euch teilen, damit ihr eure Reise nach Lissabon gebührend beenden könnt. Direkt am Fluss gelegen befindet sich das kleine Fischrestaurant Ponto Final. Der Blick auf das erleuchtete Lissabon im Sonnenuntergang ist eigentlich schon unbezahlbar. Dazu könnt ihr aber auch noch wunderbaren Fisch und guten Wein zum Klang der Wellen des Tejo genießen. Ein echtes Highlight!

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier absolut. Es empfiehlt sich einen Tisch zu reservieren, ansonsten muss man etwas Wartezeit einplanen.

Das Ponto Final liegt in Almada, auf der gegenüberliegenden Flussseite. Um hierhin zu gelangen, könnt ihr in Lissabon die Fähre nehmen und zur Anlegestelle Cacilhas in Almada fahren. Von dort aus sind es etwa 800m zu Fuß bis zum Restaurant (immer entlang des Flusses).

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, ist es etwas komplizierter. Im besten Fall habt ihr ein Navi, dass euch sicher hierher navigiert 🙂 Fahrt von Lissabon aus erst über die Brücke Ponte 25 de Abril und haltet euch dann links. In der Nähe des Restaurants gab es nicht wirklich Parkplätze, daher haben wir in einer Seitenstraße geparkt. Um zum Restaurant zu kommen, könnt ihr dann entweder den Panoramic Elevator of Boca do Vento nehmen (als wir dort waren, war der jedoch defekt). Oder ihr folgt einem kleinen Weg nach unten, der von der kleinen Pizzeria mit dem Namen Pizza no Patio wegführt. Achtung: Wenn man diesen Weg nach unten geht, denkt man schnell man wäre falsch, weil alles ziemlich verlassen wirkt. Ist aber alles richtig 😉 Nach ein paar Minuten kommt ihr unten beim Restaurant raus.

Ein echter Insidertipp: Das Restaurant Ponto Final am Ufer des Tejo

Ich hoffe, ihr konntet euch ein paar Inspirationen holen! Gebt gerne Feedback in den Kommentaren oder per Mail 🙂

Weil man das heutzutage erwähnen muss: Alle auf dieser Seite empfohlenen Orte, Seiten und Institutionen sind reine Empfehlungen. Ich wurde weder beauftragt noch bekomme ich etwas dafür, dass ich Empfehlungen ausspreche. 

2 Comments

  1. Antworten

    Felix Krüger

    11. Februar 2020

    Hallo und Danke für den informativen Beitrag! Sehr cooler Blog.

    • Antworten

      Jessica

      11. Februar 2020

      Hi Felix,

      hab vielen Dank für dein Feedback! Das freut mich sehr 🙂

      Liebe Grüße,
      Jessica

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